Resilienz der Gesellschaft oder resilient society?
von Christoph Gusy

von Christoph Gusy

von Julia Mayer

Heute findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wissenschaft und Politik die dritte Jahreskonferenz des Forschungsprojektes ‘Sicherheitskultur im Wandel‘ statt, das, wie auch das Sipoblog, an der Professur für Internationale Organisation von Christopher Daase an der Universität Frankfurt angesiedelt ist. Diskutiert werden auf der Tagung Optionen und Strategien, mit konkurrierenden sicherheitspolitischen Anforderungen umzugehen und unter Bedingungen der Ungewissheit politische Entscheidungen zu treffen. In vier Panels werden Aspekte des sicherheitskulturellen Wandels kurz und prägnant präsentiert, von Experten aus Politik, Wissenschaft und Medien kommentiert und anschließend im Plenum diskutiert. Das Programm findet sich hier. Unter dem Hashtag #siku13 wird getwittert, Aufnahmen wird es leider keine geben.
Letzte Woche berichtete ich von einer Diskussionsrunde auf der Berliner re:publica Konferenz, die sich mit Kommunikation, Finanzierung und Ort von Wissenschaft auseinandersetzte – “Wissenschaft und Partizipation auf der republica: Tanz deine Doktorarbeit!“. Nun ist auch die Aufzeichnung online:
by Andrew B. Wootton and Caroline L. Davey

What’s in a word…
‘Resilience’ is a term currently much mentioned, but as a concept presently poorly defined. It has historically been linked with a number of fields of knowledge—from metallurgy to psychology to ecology. However, its recent adoption by the security community raises a number of issues. 
von Andrea Jonjic
Diese Woche findet in Berlin die re:publica 2013 statt, eine internationale Konferenz auf der ein weit gefasstes Spektrum von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen thematisiert wird. Besonders erfreulich ist die Entwicklung hin zu einer Reihe von Vorträgen, Workshops und Diskussionen zu Open Science – der Öffnung von Wissenschaft für Gesellschaft und Medien, der Wissenschaftskommunikation und nicht zuletzt Themen wie Open Access. So fand gestern u.a. die Podiumsdikussion IN, SIDE, OUT of SCIENCE statt, bei der sich Solveig Wehking von der Fraunhofer-Gesellschaft, Wissenschaftsjournalist Lars Fischer und Klimatologe Anders Levermann moderiert von Ruth Schöllhammer mit Kommunikation, Finanzierung und Ort von Wissenschaft auseinandersetzten. Ihr Fazit: Experimente wagen! 
Der erste Teil unserer Sammlung an relevanten akademischen Stellenanzeigen der Bereiche Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik aus dem Mai 2013. 
Von Oliver Ibert

Es gibt wohl kaum einen zweiten Begriff neben „Resilienz“, der eine ähnlich erfolgreiche Karriere in sehr unterschiedlichen Anwendungsfeldern hinlegen konnte. Wurde Resilienz ursprünglich in der Medizin und der Psychotherapie verwendet, so griffen ihn zunächst die Entwicklungshilfe und Katastrophenvorsorge auf bevor er dann weiter wanderte in die Sozial-, Wirtschafts- und Organisationsentwicklung sowie Sicherheitspolitik. Was eint diese sehr unterschiedlichen Felder? 
Von Stefan Kaufmann

Wie das Nachhaltigkeitskonzept ist Resilienz alternativen Politikentwürfen entsprungen und schließlich in den politischen Mainstream und herrschende Politiken eingegangen. Wie für Nachhaltigkeit gilt für Resilienz: umstritten ist weniger das ob, denn die Frage der programmatischen Füllung. 
Von Myriam Dunn Cavelty

Die Resilienz nimmt eine paradoxe Stellung im politischen Diskurs ein. Sie bezeichnet die Fähigkeit eines Systems größere Störungen so zu bewältigen, dass es nicht zusammenbricht. Resilienz verkörpert also Hoffnung auf eine (neue) Art von „nachgelagerter“ Sicherheit in einem internationalen Umfeld, das als zunehmend komplex und daher unbegreiflich, unkontrollierbar, und störungsanfällig verstanden wird. Das Resilienz-Paradox besteht in einem die staatliche Macht untergrabenden Eingeständnis von Schwäche auf der einen (Ohnmacht) – und der damit einhergehenden Überkompensation auf der anderen Seite (Allmacht). 
Von Martin Schmetz und Philipp Offermann
Für die moderne Universität ist der Studierende an sich vieles: Zentrale Daseinsbegründung, Kostenfaktor, Potenzial, billige Arbeitskraft und seit einigen Jahren in offizieller Sprache auch Kunde. Nun kommt scheinbar eine weitere Facette des Studierenden dazu: das Sicherheitsrisiko. 
Der zweite Teil unserer Sammlung an relevanten akademischen Stellenanzeigen der Bereiche Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik aus dem April 2013. 
Der zweite Sammelband des Sicherheitskultur-Projekts ist heute bei Campus erschienen: Verunsicherte Gesellschaft – überforderter Staat: Zum Wandel der Sicherheitskultur.
In 18 Beiträgen zu den Themen Terrorismus, Cybersecurity, Gesundheitliche Risiken, Energiesicherheit, Wirtschafts- und Finanzrisiken und Menschliche Sicherheit analysieren die Autorinnen und Autoren sicherheitspolitische Herausforderungen für die Politik. So fragt Alexander Spencer “Haben wir gewonnen? Die Messbarkeit von Sicherheit im Anti-Terror-Kampf”, Myriam Dunn-Cavelty betrachtet die “Gesellschaft im Daueralarm: Gefahrendarstellungen im Cybersecurity-Diskurs” und Andreas Langenohl thematisiert die “Finanzialisierung politischer Sicherheit” am Beispiel der ‘Euro-Rettung’. In diesen und vielen weiteren Themen zeigt sich die Vielfalt der Sicherheitspolitik, die längst nicht mehr nur militärische Risiken umfasst.
Bei Campus gibt es eine kleine Leseprobe (PDF), dort kann der Band auch bestellt werden.
von Philipp Offermann
Die neuen sozialen Medien demokratisieren die Berichterstattung. Über Ereignisse wird häufig erst bei Twitter, Google+ und Facebook berichtet, bevor es offizielle Informationen von öffentlichen Stellen oder den konventionellen Medien gibt. Doch das heißt auch: Jeder kann Inhalte anders darstellen, verändern und zu eigenen Zwecken nutzen. Und mehr denn je sind wir darauf angewiesen, dass auch solche direkt kommunizierten Inhalte in den richtigen Zusammenhang gestellt werden. Dafür haben wir die ‘alten’, etablierten Medien mit ihren Redaktionen. 
Der erste Teil unserer Sammlung an relevanten akademischen Stellenanzeigen der Bereiche Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik aus dem April 2013. 