Posts By: seditioni

Das dritte E-Book des Sicherheitspolitik-Blogs ist nun erhältlich. Es basiert auf dem Blogfokus „Salafismus in Deutschland – Herausforderungen für Politik und Gesellschaft“ und wurde von Janusz Biene und Julian Junk herausgegeben. Es ist als Druckversion zu kaufen oder kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Cover des BuchsDas Buch leuchtet Aspekte der salafistischen Glaubenslehre, Ideologie und Bewegung und die von ihr gestellten Herausforderungen für Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus. Es stellt Möglichkeiten des Umgangs mit ebendiesen Herausforderungen ebenso zur Diskussion wie die Zusammenhänge mit Phänomenen des Dschihadismus. Die Beiträge basieren auf Erkenntnissen eines vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) koordinierten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsverbunds mit dem Titel »Salafismus in Deutschland – Forschungsstand und Wissenstransfer«. Download: [PDF] [Kaufen]

Im Februar 2013 besuchten wir in München die RKB13-Tagung („Rezensieren – Kommentieren – Bloggen“) und berichteten über die eher skeptische Haltung der anwesenden Geisteswissenschaftler_innen gegenüber Blogs, Open Access, ja dem Internet im Allgemeinen.

Dieses Jahr soll nun mit der #RKB15 („(Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data“) eine Neuauflage der Tagung stattfinden, die sich erneut mit dem „Stand des Digitalen“ in den Geisteswissenschaften auseinandersetzt. Am 08. und 09. Oktober lädt die Bayerische Staats­bibliothek gemeinsam mit den Partnern des Projekts Osteuropa-Dokumente Online (OstDok) ein um über digitales Publizieren in Ost und West zu diskutieren, über Open Science, Open Access und die Harmonisierung des Urheberrechts. Vorab werden zum Warmdiskutieren auf dem RKB-Blog Statements der Redner_innen veröffentlicht, hier darf auch kommentiert werden. Wir werden es wahrscheinlich nicht zur Tagung schaffen, wünschen aber allen ein frohes (und hoffentlich weniger skeptisches) Diskutieren!

Am gerade vergangenen Wochenende fand in Göttingen die Konferenz „Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten: Grassroots zwischen Autonomie, Aufschrei und Überwachung“ statt.

Am Freitag und Samstag wurde in Panels vorgetragen, diskutiert und in Kaffeepausen geplaudert, am Samstag kamen nachmittags noch Workshops mit Aktivist_innen hinzu, ganz nach dem Motto „Wissenschaft trifft Bewegung“. Die Konferenz war nicht nur organisiert von einem fünfköpfigen Team von Nachwuchswissenschaftler_innen, auch unter den Vortragenden fanden sich erfrischend viele junge Wissenschaftler_innen. Ich als Masterstudentin verließ die Konferenz jedenfalls sehr motiviert und inspiriert und würde gern gleich losforschen 🙂

Immer und überall (zum Beispiel auf der re:publica) wird kritisiert, WissenschaftlerInnen bewegten sich in ihren spezifischen Nischen und kämen nicht aus dem Elfenbeinturm heraus. Die Forderungen: Mehr Blogs, mehr soziale Netzwerke, mehr Verständlichkeit! Vor allem junge WissenschaftlerInnen haben ein Interesse daran, ihre Arbeiten nicht nur mit der Fachwelt, sondern auch mit anderen Interessierten zu teilen – schließlich können sich auch so interessante Diskussionen ergeben, und das Wissenschafts-Image wird ein wenig entstaubt. Wissenschaftliche Blogs gibt es schon einige, doch Podcasts sind noch immer eher selten. Schreiben fällt den meisten WissenschaftlerInnen dann vielleicht doch leichter als spannende Audio-Formate zu produzieren. Ich habe jedenfalls versucht, ein paar politik- und sozialwissenschaftliche Podcasts zu finden und hier sind sie:

von Martin Schmetz & Andrea Jonjic

Im Februar hatte Martin einen Rantpost über Koordination in der europäischen Netzpolitik geschrieben und die Tatsache beklagt, dass jeder auf nationaler und europäischer Ebene scheinbar ein anderes Konzept verfolgt. Mit dem Urteil des EuGH von Dienstag, dass erst mal ein Ende der Vorratsdatenspeicherung bedeutet, hat ein signifikantes Element der europäischen Netzpolitik eine neue Richtung bekommen. Doch kann dies genutzt werden um zwischen nationaler und europäischer Ebene erste Elemente einer zusammenhängenden europäischen Netzpolitik zu schaffen?

von Andrea Jonjic

Den 7. Februar 2014 verbrachte ich vor dem Laptop, aktualisierte dauernd die Twitter Timeline, schaute alle 3 Minuten auf den Liveblog von Al Jazeera Balkans und chattete mit Verwandten und Freunden aus Bosnien und Herzegowina. Was an diesen Tagen geschah, überraschte mich sehr. Ich hatte Bosnien immer als sehr lethargisch wahrgenommen, Nedad Memić nennt es Wachkoma. Der Krieg war, auch nach fast 20 Jahren, immer noch präsent. Korruption, Vetternwirtschaft und die Diskriminierung von Minderheiten sind Alltag in einem Land, dessen Failed State Index irgendwo zwischen Warning und Stable liegt. Doch am 7. Februar änderte sich etwas. Nachdem Tage zuvor in Tuzla ArbeiterInnen begonnen hatten zu demonstrieren, gingen plötzlich zehntausende Menschen in ganz Bosnien auf die Straße. Erstmals seit dem Krieg protestierten so viele EinwohnerInnen, und ihre Anklagen wurden schnell zu Forderungen nach Rücktritten und Reformen. Handelt es sich tatsächlich um einen „Bosnischen Frühling“, wie einige es nennen, und wie findet das Land aus dieser Krise wieder heraus?

Matthias FrommMatthias Fromm lebt, studiert und arbeitet in Berlin und zu einem nicht geringen Teil im Internet. Beruflich beschäftigt er sich vor allem mit dem Einsatz von Medientechnologien im Bildungssektor und der Kommunikation in den Bereichen IT und Wissenschaft. Privat bloggt und podcastet er neben Wissenschaftskommunikation über verschiedenste andere Themen, seit Januar diesen Jahres betreibt er zum Beispiel das Open Science Radio. Wir sprachen mit ihm über seine Erfahrungen mit dem Wissenschaftsbloggen, Open Science und Wissenschafts-Crowdfunding.

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Sherief Gaber is a researcher in issues related to the right to the city and socially just cities and a member of the Mosireen Independent Media Collective in Cairo. Mosireen documented the protests during the ‚Egyptian revolution‘.

At a conference in Berlin you said the internet’s influence on the protests and revolution in Egypt was overrated. How would you describe its impact and why do you think others exaggerate it?

There’s a great many people out there who want to believe that the internet and social media tools caused the revolution, I think because it allows one to paint a picture that’s familiar, accessible and unthreatening to audiences without context or understanding of Egypt or similar social struggles elsewhere. I think that because people were writing about or posting updates regarding the ongoing events during the 18 days in 2011 using Facebook, twitter, and the like, it allowed journalists an easy way to project understanding of events, and sympathetic, largely middle class protagonists to be seen as the centre of those events.

sikuHeute findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wissenschaft und Politik die dritte Jahreskonferenz des Forschungsprojektes ‚Sicherheitskultur im Wandel‚ statt, das, wie auch das Sipoblog, an der Professur für Internationale Organisation von Christopher Daase an der Universität Frankfurt angesiedelt ist. Diskutiert werden auf der Tagung Optionen und Strategien, mit konkurrierenden sicherheitspolitischen Anforderungen umzugehen und unter Bedingungen der Ungewissheit politische Entscheidungen zu treffen. In vier Panels werden Aspekte des sicherheitskulturellen Wandels kurz und prägnant präsentiert, von Experten aus Politik, Wissenschaft und Medien kommentiert und anschließend im Plenum diskutiert. Das Programm findet sich hier. Unter dem Hashtag #siku13 wird getwittert, Aufnahmen wird es leider keine geben.

von Andrea Jonjic

 

Diese Woche findet in Berlin die re:publica 2013 statt, eine internationale Konferenz auf der ein weit gefasstes Spektrum von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen thematisiert wird. Besonders erfreulich ist die Entwicklung hin zu einer Reihe von Vorträgen, Workshops und Diskussionen zu Open Science – der Öffnung von Wissenschaft für Gesellschaft und Medien, der Wissenschaftskommunikation und nicht zuletzt Themen wie Open Access. So fand gestern u.a. die Podiumsdikussion IN, SIDE, OUT of SCIENCE statt, bei der sich Solveig Wehking von der Fraunhofer-Gesellschaft, Wissenschaftsjournalist Lars Fischer und Klimatologe Anders Levermann moderiert von Ruth Schöllhammer mit Kommunikation, Finanzierung und Ort von Wissenschaft auseinandersetzten. Ihr Fazit: Experimente wagen!

von Andrea Jonjic

„Ohne sie würde der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus eines Werkzeugs von ganz entscheidender Wirkung beraubt“. Sie, das ist die Antiterrordatei, die Ende 2006 in Kraft trat und deren Bedeutung Innenminister Friedrich hier betont. Zur „Aufklärung oder Bekämpfung des internationalen Terrorismus mit Bezug zur Bundesrepublik Deutschland“ soll sie dienen, die „gemeinsame standardisierte zentrale Antiterrordatei“ von 30 bis 40 verschiedenen deutschen Sicherheitsbehörden (auch solcher, die eigentlich nicht mit Terrorabwehr befasst sind). Datenschützer sowie das Verfassungsgericht in Karlsruhe sehen rechtliche sowie eine Reihe von weiteren Problemen bei der Verbunddatei. Was ist sie also, und welche Funktion wiegt schwerer: Effektives Antiterror-Instrument oder Vermischung der strukturellen Grenze zwischen Polizei und Geheimdiensten?

Zum Wochenausklang ein schneller Link-Tipp: Bei DRadio-Wissen fand in dieser Woche eine interessante feature-Reihe zum Thema Friedens- und Konfliktforschung statt. Im Rahmen der Reihe „Mein Studium“ werden das Fach selber, Studienmöglichkeiten, Jobaussichten und auch Absolventinnen und Absolventen vorgestellt. Die Reihe umfasst insgesamt fünf Beiträge, der letzte wird heute Mittag ausgestrahlt.

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