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von Lisa Bogerts

Vielen hängt das Thema „Grexit“ schon zum Hals heraus. Seit dem ersten Hilfspaket 2010 kehrt es wellenartig in der Berichterstattung wieder, seit Wochen ist es das Top-Thema in den deutschen Medien. Ein Abstumpfen gegenüber dem politischen Gerangel sollte aber nicht dazu führen, dass unser kritischer Blick dafür schwindet, wie „Deutschland“ auf die Krise reagiert – sowohl außen- und finanzpolitisch als auch medial.

von Gabi Schlag und Martin Schmetz

Wer Berichte über internationale Politik hört oder liest, wird schon einmal über solche Tropen gestolpert sein: Oft verkörpert der Staats- und Regierungschef symbolisch das Land, wenn in den Medien davon die Rede ist, dass Obama oder Merkel eine Entscheidung treffen. Schon der politische Philosoph Thomas Hobbes verband seine Abhandlung über den Leviathan mit der bildlichen Darstellung eines Herrschers, der symbolisch den Staat repräsentierte.1 Die Verkörperung der Herrschaft in einer Person hat sich dabei über Jahrhunderte als Darstellungsform erhalten, wenn auch die ikonographischen Insignien von Macht und Herrschaft sich gewandelt haben mögen. Das Herrscherbild ist in den Medien, gerade auch den digitalen Medien, präsenter denn je.2

Warum die Kritik an dem Film Zero Dark Thirty ähnlich problematisch ist wie der Film selbst

Von Johannes Thimm

In den USA hat der Film Zero Dark Thirty über die Jagd der amerikanischen Geheimdienste auf Osama Bin Laden eine Kontroverse zum Thema Folter ausgelöst, die inzwischen auch von der Politik aufgegriffen wurde. Ich möchte zu der Diskussion drei Thesen präsentieren:

Erstens, die Debatte ist wichtig, denn durch seinen Realismus und seinen Erfolg hat der Film das Potential, die öffentliche Wahrnehmung und den Diskurs über die Anwendung von Folter durch die amerikanischen Geheimdienste nachhaltig zu beeinflussen.

Zweitens, auch wenn dies von den Machern des Films nicht beabsichtigt ist, ist die Botschaft des Films problematisch. Denn seine Handlung lässt Folter als sinnvolles und legitimes Mittel im Kampf gegen den Terrorismus erscheinen.

Drittens, die Kritik an dem Film hat sich stark auf die Frage konzentriert, ob die CIA durch die Folterung von Häftlingen auf die Spur zu Bin Laden gestoßen ist. Dieser einseitige Fokus ist ähnlich gefährlich wie der Film selbst.

von Gabi Schlag

Des Öfteren haben wir uns in diesem blog bereits mit der Frage auseinandergesetzt, wie Bilder internationale Politik beeinflussen. Zur Abwechslung mal Werbung in eigener Sache: Im European Journal of International Relations ist vor wenigen Wochen ein Beitrag von Axel Heck und mir (Gabi Schlag) online first erschienen, der den Versuch unternimmt, Bilder für die Analyse internationaler Politik fruchtbar zu machen.

von Gabi Schlag

Nach den terroristischen Anschlägen in New York und Washington D.C. verkündete der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush in einem Gespräch mit Journalisten im Pentagon am 17. September 2001: „I want justice […]. And there’s an old poster out West I recall, that said, ‚Wanted, Dead or Alive’“. Fast 10 Jahre später ist Bushs Wunsch nach Gerechtigkeit in Erfüllung gegangen – mit einem neuen Präsidenten. Am 2. Mai 2011 teilte Präsident Obama der Öffentlichkeit mit:

„Tonight, I can report to the American people and to the world that the United States has conducted an operation that killed Osama bin Laden, the leader of al Qaeda, and a terrorist who’s responsible for the murder of thousands of innocent men, women and children. […].We will be relentless in defense of our citizens and our friends and allies. We will be true to the values that make us who we are. And on nights like this one, we can say to those families who have lost loved ones to al Qaeda’s terror, justice has been done“.

von Gabi Schlag

Man sieht, schmeckt und riecht sie nicht, doch sie können tödlich sein – nukleare Strahlen sind eine unsichtbare Gefahr. Die schrecklichen und erschreckenden Bilder aus Japan – von der Flutkatastrophe und der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima I – hören nicht auf. Diese Katastrophenbilder führen einmal mehr vor Augen, dass wir uns auf viele Risiken, Gefahren und Bedrohungen vorbereiten können; ihre Abwehr und Kontrolle scheint jedoch kaum möglich.

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