50 Jahre Kubakrise – und was das mit Obama zu tun hat

von Marco Fey

Diesen Oktober jährt sich die Kubakrise zum 50. Mal – damit sind jene 13 Tage im Herbst 1962 gemeint, die als der gefährlichste Moment des nuklearen Zeitalters [siehe zum Beispiel hier und hier] in die Geschichte eingegangen sind und das Denken über strategische Stabilität nachhaltig verändern sollten. Die Welt stand damals am Rande des Atomkriegs und kurz davor, den nächsten Schritt zu gehen. Dies war keineswegs der erste und leider auch nicht der letzte sogenannte nukleare near-miss. Mal war es der aufgehende Mond, der auf dem Radar wie ein Nuklearschlag aussah, mal eine Formation von Gänsen; meist war es technisches, manchmal menschliches Versagen, das beinahe einen Gegenschlag auslöste.

Fail-safe?
Am 24. November 1961 etwa versetzte das US Strategic Air Command (SAC) die Luftwaffe in den Alarmzustand. B-52-Bombercrews starteten die Maschinen und rollten auf die Startbahnen, nur noch auf den Befehl zum Gegenschlag wartend. Zuvor hatte SAC den Kontakt zu drei Frühwarnsystemen in England, Grönland und Alaska verloren. Ein technischer Fehler konnte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Ursache ausgeschlossen werden, da das Kommunikationsnetzwerk durch mehrere redundante Systeme abgesichert wurde. Die erste Welle eines sowjetischen Erstschlags schien die einzige mögliche Erklärung für diese Störung zu sein. Wie sich herausstellte, liefen alle Kommunikationsstränge durch ein einziges Relay in der Nähe von Colorado Springs, das aufgrund eines heiß gelaufenen Motors ausgefallen war. Der Startbefehl war zum Glück nie erfolgt.

Ein anderer Zwischenfall ereignete sich in der Nacht vom 9. November 1979. Präsident Carters Nationaler Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski wurde um drei Uhr geweckt – das US-kanadische Luftverteidigungskommando NORAD hatte Alarm geschlagen und den Start von 250 sowjetischen Interkontinentalraketen mit Kurs auf die USA gemeldet. Brzezinski sollte entscheiden, was zu tun sei. Sich dessen bewusst, dass Präsident Carter maximal sieben Minuten haben würde, bevor der Befehl zum Vergeltungsangriff erfolgen müsste, verlangte er eine Bestätigung von NORAD. Diese erfolgte umgehend, allerdings wurden mittlerweile 2.200 Raketen gezählt – ein massiver Erstschlag also. Brzezinski war kurz davor, den Präsidenten wecken zu lassen, als er einen dritten Anruf erhielt: Falscher Alarm! Eine Softwaresimulation war unerklärlicherweise in den regulären NORAD-Betrieb gelangt. Die zwischenzeitlich gestarteten Abfangjäger und die Boeing 747 mit dem National Emergency Airborne Command Post (NEACP) an Bord wurden zurückgerufen. Im Laufe des folgenden Jahres gab es noch drei weitere Fehlalarme.

Auch auf sowjetischer Seite haben sich gravierende Vorfälle ereignet – einer davon ausgerechnet an einem der Siedepunkte des Kalten Kriegs. Die NATO hatte 1983 Pershing II-Raketen in Europa stationiert und war im Begriff, das Manöver Able Archer 83 vorzubereiten. Die sowjetische Luftwaffe hatte gerade eine südkoreanische Passagiermaschine (KAL 007) abgeschossen, die in militärisches Sperrgebiet über Kamtschatka eingedrungen war. Die Lage war angespannt, als der Kommandeur eines Frühwarnzentrums südlich von Moskau, Stanislaw Petrow, kurz nach Mitternacht des 26. Septembers vom Computer Alarm signalisiert bekam: Eine einzelne Interkontinentalrakete flog auf sowjetisches Territorium zu. Petrow hatte keine Möglichkeit, die Meldung zu falsifizieren. Von früheren Fehlalarmen war ihm nichts bekannt. Dennoch meldete er Fehlalarm nach Moskau – dass die Amerikaner nur eine einzelne ICBM gen Osten schickten, machte ihn stutzig. Kurz darauf meldete der Computer den Start von vier weiteren ICBMs. Dennoch blieb Petrow bei seiner Entscheidung. Hätte er den Alarm so seinen Vorgesetzten gemeldet, hätten sofort die Protokolle für den Gegenschlag gegriffen. Stattdessen harrten der Oberstleutnant und seine Mannschaft 18 Minuten lang aus – so lange hätte es gedauert, bis das landgestützte sowjetische Radar die anfliegenden Raketen hätte erfassen können. Auf dem Radar tauchten die fünf vermeintlichen ICBMs nie auf. Wie sich später herausstellte, hatte der sowjetische Satellit Sonnenreflexionen in der Nähe eines amerikanischen Silos fehlinterpretiert.

"We're eyeball to eyeball and I think the other fellow just blinked!"
Außenminister Dean Rusk während der Kubakrise

Mindestens 20 solcher oder ähnlicher Vorfälle hätten leicht so (oder sogar schlimmer) enden können wie der dramatische Sidney Lumet Klassiker Fail-Safe aus dem Jahr 1964, in dem (Spoileralarm!) ein strategisches Bombergeschwader aufgrund eines technischen Fehlers den nuklearen Angriffsbefehl mit Ziel Moskau erhält. Alle Versuche, den Angriff abzubrechen oder abzufangen, scheitern. Der Film endet nicht nur mit der Zerstörung Moskaus, sondern auch New Yorks.
Die 13 Tage im Oktober 1962 aber sind wohl tatsächlich der Moment des Kalten Kriegs, an dem die zwei Supermächte einem nuklearen Schlagabtausch am nächsten kamen. Unmittelbarer Auslöser der Kubakrise waren Aufnahmen zweier amerikanischer U-2-Aufklärungsflugzeuge vom 14. Oktober, auf denen u.a. sowjetische Abschussrampen für Mittel- und Langstreckenraketen zu sehen waren:

MRBM Field Launch Site, San Cristobal No. 1, October 14, 1962, Quelle: National Archives, John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston, Massachusetts und Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei.

Präsident Kennedy wurde zwei Tage später – die Fotos waren mittlerweile ausgewertet – über die Situation informiert. Gemeinsam mit seinem Beraterstab erörterte er verschiedene Optionen, die von einer Duldung, über einen Luftangriff bis hin zu einer Invasion reichten. Verteidigungsminister McNamara machte schließlich den Vorschlag einer Seeblockade. Keinem der Akteure war zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass sich bereits sowjetische SS-5 Raketen, deren Reichweite den Beschuss jeder amerikanischen Großstadt mit Ausnahme Seattles erlaubte, auf Kuba befanden. Von deren Existenz lernte die Administration erst nach einem erneuten Überflug am 17. Oktober. Gegen den Rat seiner Joint Chiefs, die die Bombadierung der sowjetischen Stellungen forderten – allen voran Air Force Chief of Staff Curtis LeMay –, entschied sich Kennedy für die Seeblockade. Deren Beginn kündigt er schließlich am 22. Oktober in einer an die Weltöffentlichkeit gerichteten Fernsehansprache für den 24. Oktober an. Die Sowjetunion forderte er auf, die Raketen aus Kuba abzuziehen. Die amerikanischen Streitkräfte wurden in DefCon 3, d.h. erhöhte Einsatzbereitschaft, versetzt. Ab sofort hielt SAC 912 (statt zuvor 652) strategische Bomber in Alarmbereitschaft und erhöhte die Zahl der täglich zu fliegenden B-52-Einsätze von zwölf auf 66. Rund um Kuba wurden 200 Schiffe der Navy in Stellung gebracht. Chruschtschow wies die Blockade zwar zurück, doch sowjetische Schiffe mit Kurs auf Kuba drehten ab. Am 26. Oktober – die amerikanischen Streitkräfte waren mittlerweile auf DefCon 2, dem höchsten jemals ausgerufenen Alarmzustand – erreichte Kennedy ein Brief Chruschtschows, in dem dieser einen Deal anbot: Abzug der Raketen, wenn die USA zusicherten, von einer Invasion Kubas abzusehen. Just an diesem Tag schossen die Sowjets allerdings eine U-2 ab und die Lage spitzte sich zu. Erst ein geheimes Treffen zwischen Kennedys Bruder Robert und dem sowjetischen Botschafter Dobrynin am Abend des 27. Oktobers brachte den Durchbruch: Kennedy stimmte neben der Nichtangriffserklärung auch zu, Jupiter-Raketen aus der Türkei und Italien abzuziehen. Am 28. Oktober war die Krise beendet; Chruschtschow verkündete über Radio Moskau den Abzug der Raketen von Kuba.

"We're damn lucky to be here. We were so close to a nuclear catastrophe!"
Robert McNamara, 40 Jahre nach der Kubakrise auf einer Konferenz in Havanna

Die Vereinigten Staaten waren zur Zeit der Kubakrise nuklear noch sehr stark überlegen, je nach Zählweise zwischen 9:1 und 17:1. Obwohl sich beide Staatschefs der Tragweite ihrer jeweiligen Entscheidungen durchaus bewusst waren, kam das volle Ausmaß der vielen nuklearen near-misses während dieser Krise erst mit der Öffnung amerikanischer und russischer Archive sowie vor allem dank des exzellenten Buchs The Limits of Safety (1995) von Scott Sagan ans Tageslicht:

  • Von den 98 bereits auf Kuba angelangten taktischen Nuklearwaffen wusste die amerikanische Seite genauso wenig wie von der bereits erteilten Einsatzfreigabe, sollte es zur Invasion kommen. Die von LeMay geforderten Schritte hätten also mit hoher Wahrscheinlichkeit den Einsatz dieser Waffen provoziert.
  • Einige der Frachter, die auf die Blockade zuliefen, wurden durch sowjetische U-Boote eskortiert. Amerikanische Kriegsschiffe versuchten diese durch Übungswasserbomben zum Auftauchen zu zwingen, wussten aber nicht, dass die U-Boote teilweise nuklear bewaffnet waren. Die sowjetischen U-Boot-Kommandeure hingegen wussten nicht, dass es sich nur um Übungsbomben handelte. Heute wissen wir von mindestens zwei Vorfällen, bei denen die Kommandeure den Abschuss nuklearer Torpedos befahlen. Dass es dennoch nicht zu einem atomaren Schlagabtausch kam, ist den kühlen Köpfen des Ersten Offiziers im einen und des Waffenoffiziers im anderen Fall zu verdanken.
  • Ein Wachsoldat schoss gegen Mitternacht des 25. Oktobers auf eine Gestalt, die sich am Zaun des Duluth Sector Direction Center, einer Einrichtung der Air Force, zu schaffen machte. Dadurch wurde Sabotagealarm in allen Stützpunkten in der Umgebung ausgelöst. Zwar klärte sich relativ zügig, dass es sich bei dem Eindringling nicht um sowjetische Agenten, sondern lediglich einen Schwarzbären handelte, aufgrund eines technischen Fehlers hatte der Vorfall aber auf der Volk Field Air National Guard Base für Aufregung gesorgt. Dorthin wurde nämlich fälschlicherweise ein anderer Alarm übermittelt. Sofort bereiteten Piloten ihre nuklear bewaffneten F-106A Abfangjäger für den Start vor, wissend, dass es sich während DefCon 2 nicht um eine Übung handeln konnte.
  • Auf dem südkalifornischen Vandenberg Luftwaffenstützpunkt wurden am 22. Oktober Testsprengköpfe in den Atlas, Titan und Minuteman ICBM-Raketen durch „scharfe“ Sprengköpfe ersetzt und sowjetische Ziele wurden in die Systeme einprogrammiert – da dies das Protokoll bei DefCon 3 vorsah, durfte dies auch den Sowjets bekannt gewesen sein. Eine Atlas ICBM jedoch war für einen Teststart später in der Woche vorgesehen und wurde daher nicht nuklear bestückt. Dieser Test wurde in der Nacht zum 26. Oktober, also zum kritischsten Zeitpunkt der Krise, durchgeführt – ohne Wissen der Entscheidungsträger in Washington. Falls die Sowjets diesen Start bemerkt hatten, woher sollten sie wissen, dass diese ICBM nur mit einem Testsprengkopf versehen war?

Die Krise hatte Kennedy tief berührt: Nuklearkrieg ist kein abstraktes Konzept! (Daalder 1987: 12; Solomon 2001: 3417). Sie hatte aber auch systemrelevante Folgen, da sie das strategische Denken der zwei Supermächte transformierte und die Ära der Rüstungskontrolle einleitete. Präsident Kennedy verkündete am 26. Juli 1963 in einer Fernsehansprache an die Nation, dass die zwei Antagonisten einen Nuklearen Teststopp-Vertrag (heute nennen wir den Vertrag Partiellen Teststopp, weil er das unterirdische Testen nicht verbietet) unterzeichnet hatten. Zum ersten Mal in der Geschichte existiere somit ein Übereinkommen, dass die Kräfte nuklearer Zerstörung unter internationale Kontrolle bringe:

[youtube niN-eCcRUBQ nolink]

Achtung, es folgt ein (unvollständiger) Parforceritt durch die nukleare Rüstungskontrolle
Neben dem Partiellen Teststopp vereinbarten die zwei Supermächte eine Reihe von vertrauensbildenden Maßnahmen. Eine davon war das berühmte Rote Telefon, das zunächst gar kein Telefon, sondern ein Fernschreiber war (Kennedy und Chruschtschow hatten während der Kubakrise keinen persönlichen Kontakt!). Im Laufe der Jahre folgten eine Reihe bilateraler Verträge, die den Rüstungswettlauf weiter verregelten: die SALT-Gespräche Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre mit SALT I und dem für die strategische Stabilität so wichtigen ABM-Vertrag (beide 1972) und SALT II von 1979 (der vom US-Senat zwar niemals ratifiziert wurde, an den sich beide Seiten aber dennoch hielten). Ihnen allen gemein ist, dass sie keine Abrüstung, sondern Rüstungsbegrenzung zum Inhalt hatten. Der erste tatsächliche nukleare Abrüstungsvertrag war der 1987 von Reagan und Gorbatschow unterzeichnete INF-Vertrag, der mit den nuklearen Mittelstreckenraketen gleich eine ganze Waffengattung verbot. Die dann ausgehandelten START-Verträge hatten die Reduzierung von Sprengköpfen und Trägersystemen zum Inhalt: 1991 START I (START II und III traten wie schon SALT II nie in Kraft), SORT (2001) und schließlich trat im April 2011 New START nach zähem Ringen im Senat in Kraft.

1986 markierte mit knapp 70.000 Sprengköpfen den Höchststand der weltweiten Nukleararsenale seit 1945, heute sind es noch etwas mehr als 20.000 Sprengköpfe. Noch immer zeichnen die USA und Russland verantwortlich für mehr als 90% davon. Die Pflicht zu weiterer nuklearer Abrüstung hat viele Dimensionen: rechtliche (die aus Artikel 6 des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags erwächst), ökonomische (zur Zeit besonders virulent), ökologische (Stichwort: nuklearer Winter) und viele sicherheitspolitische. Das Konzept „nukleare Abschreckung als Friedenssicherung“ mag lange Zeit aufgegangen sein; die Geschichte der Kubakrise und vieler anderer near-misses zeigt jedoch, wie oft wir schlicht Glück gehabt haben. Sagan (1995: 3) schreibt in der Einleitung seines Buchs zu nuklearen Beinahekatastrophen:

When I began working on this book, I believed that the probability of a serious nuclear weapons accident in the United States was extremely low. I also believed that escalation from a single accident to an accidental nuclear war was even more unlikely. I still hold those beliefs. But new knowledge about bizarre and dangerous incidents within the U.S. nuclear weapons arsenal – like how a bear climbing a fence almost caused nuclear-armed aircraft to be launched – has led to a new appreciation of how often unlikely events occur. In the large and very complex organizations that control hazardous technologies in our society, one should expect that the unexpected will occur, that unimaginable interactions will develop, that accidents will happen.

Barack Obama war zum Zeitpunkt der Kubakrise gerade zwei Jahre alt. Anders als der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney aber, hat er eine Vision einer Welt ohne Nuklearwaffen und sich daher weiteren Abrüstungsbemühungen verschrieben. Ein Grund mehr zu hoffen, dass er am 6. November wiedergewählt wird.

Literatur:

  • Daalder, Ivo H. 1987: The Limited Test Ban Treaty, in: Albert Carnesale/Richard N. Haass (Hg.): Superpower Arms Control. Setting the Record Straight, Cambridge, Mass, 9-39.
  • Sagan, Scott D. 1995: The Limits of Safety. Organizations, Accidents, and Nuclear Weapons, Princeton.
  • Solomon, Burt 2001: Shock Therapy, in: National Journal, 33, 3410-3419.

2 Kommentare

  1. Die atomare Abschreckung

    Aufgrund der atomaren Abschreckung sind wir schon etwa 30 Jahre über den Zeitpunkt hinaus, an dem der 3. Weltkrieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – hätte stattfinden müssen (wenn es keine atomare Abschreckung gäbe). Die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten, hat darum heute ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sodass wir unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle stehen. Sobald sie evident wird (mit einiger Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr), verbleiben genau zwei Möglichkeiten: der Rückfall in die Steinzeit, oder die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung.

    Was der atomare 3. Weltkrieg anrichten würde, können sich die „Normalbürger“ (die Masse nach Le Bon) gerade noch vorstellen; dass aber die globale Liquiditätsfalle, der vollständige Zusammenbruch des Zinsgeld-Kreislaufs und damit der Arbeitsteilung, zwar nicht die Ökosphäre des Planeten Erde, jedoch unsere gesamte „moderne Zivilisation“ ebenso auslöschen würde (über 90% der Weltbevölkerung müssten innerhalb weniger Monate verhungern, würde die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung nicht mehr rechtzeitig erfolgen), liegt für die Masse (noch) weit außerhalb ihres Vorstellungsvermögens.

    Das ist die eigentliche Gefahr: Eine für die Masse vorstellbare Katastrophe macht ihr Angst; eine für die Masse unvorstellbare Katastrophe macht ihr keine Angst – und deshalb wird die halbwegs zivilisierte Menschheit völlig ahnungslos in die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte hineinschlittern. Erst dann kommt die Angst.

    Die Natürliche Wirtschaftsordnung, der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, wird verwirklicht, sobald die reale Angst vor der Auslöschung unserer gesamten „modernen Zivilisation“ durch die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) insgesamt größer wird, als die seit Urzeiten eingebildete Angst vor dem „Verlust“ der Religion:

    http://www.deweles.de/files/wahrscheinlichkeit.pdf

    Und glauben Sie bitte nicht, dass die politische Seifenoper auch nur ansatzweise über die Kompetenz verfügt, eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchzuführen, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen:

    http://www.swupload.com/data/Das-Juengste-Gericht.pdf

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