Liveblog München, 1. Februar

Live von der Münchner Sicherheitskonferenz bloggen hier Christopher Daase, Tobias Bunde, Thomas Mohr und Ingo Henneberg und von der Friedenskonferenz Hans Georg Klee und euer SiPo-Team. Weitere Informationen gibt es hier. Die Kommentarfunktion ist natürlich weiterhin offen.Die Sicherheitskonferenz wird um 15h eröffnet, erste Eindrücke unten.

6 Kommentare

  1. Ich habe noch keinen inhaltlichen Kommentar, aber das Medium des Liveblogging finde ich sehr spannend. Macht ihr richtig gut!

  2. Es ist wirklich bezeichnend, dass die sozialen und ökologischen Folgen der Fracking-Technologie hier keine Rolle zu spielen scheinen. Wo ist da die angeblich zunehmende Verschränkung der Ressorts geblieben? Was ist mit der propagierten „globalen Strukturpolitik“ im Sinne der Nachhaltigkeit? Wie wäre es denn z.B. mal mit einer Diskussion zu innenpolitischen Sicherheitsrisiken, die das Fracking in Form von Radikalisierungen sozialer/ökologischer Bewegungen (http://www.frackfrei.de/) mit sich bringt? Da sollte man vielleicht mal über den Einsatz von Drohnen zur Bekämpfung radikaler Ökologist_innen im Innern zur nachhaltigen Sicherung der zukünftigen Energieversorgung nachdenken. Und das Benzin würde dann auch endlich billiger, toll! Hauptsache ist, wir können weitermachen wie bisher!

  3. Keine Sorge, in den USA werden ökologische Gruppen bereits umfassend überwacht, die sind also auf dem Radar. Und abgesehen davon sollte man ihnen nicht mehr öffentliche Aufmerksamkeit zukommen lassen als unbedingt nötig, das dürfte mittelfristig sonst nur der radikalen Ökoagenda helfen. Momentan ist erst mal wichtig, energiepolitische Sicherheit zu garantieren. Damit wird sich auch radikal die politische Landschaft im nahen Osten verändern, denn mit sinkender Ölnachfrage verringert sich auch das politische Erpressungspotenzial dieser Staaten. Gleichzeitig wird Öl- und Gasförderkapazität in anderen Staaten, z.B. Afrika frei. Staaten die momentan vor allem die USA versorgen könnten sich in der EU einen neuen Markt suchen.

    Abgesehen davon: Top Trollkommentar, Chef.

  4. Cybersecurity = cyberwar? In Deutschland?! Im staatlichen Diskurs?! Was du nicht sagst! Wie unerwartet!

  5. Die Blogkommunikation zwischen MSK und FK ist interessant und als erster Schritt in dieser Form ganz gut.
    Aber -„pardon“ ich will niemand zu nahe treten – bleibt dooch sehr an der oberfläche, im Bereich der „Stimmung“.
    NAtürlich ist es auch interessant zu hören, welche ersten Eindrücke für Beobachter entstehen, wie der Rahmen der jeweiligen Konferenz aussieht.

    Aber das entscheidende ist doch, wer trifft sich da und referiert und vor allem, was haben diejenigen zu sagen. Welche Aussagen zum Zustand der welt und zu Handlungsmöglichkeiten werden getroffen. Und da dürften gewaltige Unterschiede bestehen.Wahrscheinlich wird da der Unterschied zwischen Friedens- und Sicherheitslogik sehr deutlich!

    Die Begrifflichkeit ist da wahrscheinlich weniger wichtig, entscheidend ist, was gemeint ist. Die etwas akademisch despektierliche Aussage (Dase), die Friedenskonferenz sei noch im Vokabular der 70er Jahre verhaftet, kann ich nicht teilen, ich sehe eher, dass das Sicherheitsdenken der NATO-Politik in alter Militärlogik steckengeblieben ist.
    Der alte Galtungsche Interpretation der strukturellen Gewalt ist leider nach wie vor gültig, auch wenn man dann natürlich präzise weiter differenzieren muss.

    Die Aussage von Franz Alt ist schon sehr klar, einfach, konkret und richtig: Jeder ökologische Schritt (z.B. Solaranlage) ist ein Beitrag zum Frieden.
    Dass die Teilnehmer der Friedenkonferenz dabei geklatscht haben, ist kein Zeichen von Populismus, sondern von Relevanz!

    • Lieber Erwin,

      vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Tatsächlich liegt es in der Natur des Liveblogs, dass alles etwas oberflächlicher bleibt. Dies müssen wir in Kauf nehmen zugunsten der Aktualität. Eine genaue Analyse erfordert eben auch eine Menge Zeit und Reflektion, die uns allen hier naturgemäß noch nicht zur Verfügung steht.

      Inhaltlich lässt sich natürlich trefflich streiten über die Vorträge. Vielleicht liegt es auch an meinem Hintergrund als WIssenschaftler, dass ich eben bei so vielen klaren, einfachen Botschaften wie im Vortrag von Franz Alt immer etwas misstrauisch werde. Da ging es in meinem Kommentar also weniger um die Richtigkeit seiner statements, die ich durchaus teile…

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