Liveblog München, 2. Februar

Live von der Münchner Sicherheitskonferenz bloggen hier Christopher Daase, Tobias Bunde, Thomas Mohr und Ingo Henneberg und von der Friedenskonferenz Hans Georg Klee und euer SiPo-Team. Weitere Informationen gibt es hier. Die Kommentarfunktion ist natürlich weiterhin offen.

Die Sicherheitskonferenz wird um 9h eröffnet: Dort soll es zunächst um die transatlantischen Beziehungen gehen; von der Friedenskonferenz gibt es Updates ab 9:30h.

10 Kommentare

  1. Wie sieht’s aus? Donuts mitgebracht?

  2. Frage an Tobias Bunde und Christopher Daase:

    Wurde die von vielen journalistischen Beobachtern als infam charakterisierte Anhörung von Chuck Hagel durch das Senate Armed Services Committee bisher an irgendeiner Stelle thematisiert auf der #msc2013?

    Vielen Dank für eure interessanten Einschätzungen insgesamt zur #msc2013.

    • Die Anhörung Chuck Hagels hat keine Rolle gespielt, zumindest wurde sie auf den Podien nicht erwähnt. Überhaupt scheint es fast ein Tabu zu sein, über innenpolitische Differenzen zu sprechen. Hier in München treten die Amerikaner nicht als Demokraten oder Republikaner, sondern als Amerikaner auf. Allenfalls in persönlichen Gesprächen wird über innenpolitische Meinungsunterschiede gesprochen.

      • Danke für die Antwort.
        Wundert mich zunächst einmal nicht, dass die Hagel-Kontroverse unter innenpolitische Differenzen subsummiert wird.
        Zum einen, weil diese Schlussfolgerung natürlich nicht zutrifft. Stichwort: Israellobby
        Zum anderen, weil man erwarten würde, dass genau die Themen, welche in diesem Gremium problematisiert werden, die zukünftige aussenpolitsche Agenda der Supermacht bestimmen werden. Alles andere als irrelevant für die #msc2013, meine ich.

  3. Erst einmal „thumbs up“ für das lebendige Live-Blog! Drei kurze Fragen:

    – Anlässlich der nigerianischen Kritik, die Panels der msc wären zu wenig divers besetzt: Wie steht es um die anderen Besucher?
    – Sind neben den Mitglieder der G8 oder G20 auch Gruppen wie die G7+ (fragile Staaten) repräsentiert? Spielen sie eine Rolle (Diskussionen, „etwaige side-events“)?

    – Durch das Live-Blog wird eine Art Dialog zwischen msc und Friedenskonferenz hergestellt. Findet ein Dialog bzw. eine Bezugnahme aufeinander auch ohne euer zu tun statt (womöglich über die Demo hinaus)? Wenn ja, in welcher Form?

    • Die Msc ist nach wie vor ziemlich westlich orientiert, transatlantisch eben. Gäste aus anderen Regionen werden gezielt zu Panels eingeladen, wenn es um entsprechende Themen geht. Der afghanische Präsident ist zB diesmal nicht dabei, weil Afghanistan diesmal kein großes Thema ist. Es geht also nicht um Repräsentativität, das wäre auch gar nicht machbar angesichts des knappen Raums.
      Die msc hat in den letzten Jahren eine gewisse Öffnung gegenüber der Zivilgesellschaft einschließlich der (moderaten) Friedensbewegung begonnen und zB Beobachter des Vereins „msk verändern“ zu den Konferenzen eingeladen. Vielleicht können ja Tobias Bunde von der msc und Thomas Mohr vom Verein „msk verändern“ davon noch etwas berichten.

      • Meine Antwort siehe oben im Blog:
        „Dialog zwischen Friedenskonferenz und MSC“

  4. Die Wahrnehmungen aus den beiden Konferenzen sind schon ganz interessant. Danke für die Beiträge.
    Ich konnte die Rede von Rasmussen noch nicht lesen, aber was in den Nachrichten kurz hervorgehoben wurde, hat mich schon erschreckt:
    Die Militärhaushalte dürften nicht gekürzt werden, sondern müssten erhöht werden, um den zunehmenden Herausforderungen zu begegnen.

    Das ist also noch der alte Geist der Drohung, Abschrecklung und Aufrüstung, natürlich auch der Option einer militärischen Intervention.

    Wann lernt die NATO aus ihren Fehlern?

  5. Zur Lavroväußerung:
    Klingt eigentlich gar nicht so falsch, wenn von geschickten diplomatischen Formulierungen absieht !
    Das ist es doch: gemeinsame Sicherheit, nicht Sicherheit gegeneinander.

    Und die Zurückhaltung, nichts ohne den Sicherheitsrat zu unternehmen, wäre zumindest eine erste notwendige Bedingung. Problematisch ist nur, dass die 5 ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates die hochgerüstetsten Atommächte sind.

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