Latest Posts Under: Popkultur

von Philipp Offermann

… dann wird das schon mit der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Dieser gut gemeinte Ratschlag öffnete das Feld für den gestrigen Themenabend der ARD zum Thema der Bundeswehr in Afghanistan. Mit „Auslandseinsatz“ strahlte die Anstalt den ersten deutschen Fernsehfilm aus, „der den Krieg und den Einsatz in Afghanistan selbst zum Thema hat und auch dort spielt“ – explizit keine Heimkehrergeschichte, wie die Pressemitteilung betonte, zur Abgrenzung von früheren eigenen Ausstrahlungen und wohl auch von Til Schweigers aktuellem Kinofilm. Gefolgt wurde die fiktionale Abhandlung von einer (extralangen?) Anne-Will-Sendung, in der unter anderem Verteidigungsminister de Maizière zu Gast war – ein interessantes Doppelformat von Fiktion und (Talkshow-)Realität, die immerhin von 3,7 bzw. 2,8 Millionen Menschen gesehen wurde.

von Martin Schmetz
Beim Angriff auf das amerikanische Konsulat in Benghazi  starben am 11. September zwei Personenschützer und zwei amerikanische Diplomaten, der amtierende Botschafter für Lybien sowie der IT-Experte Sean Smith. In ihrer Trauerrede zeichnete Außenministerin Clinton zunächst den beruflichen und privaten Werdegang ihres Mitarbeiters nach, um dann einen bemerkenswerten Satz hinterher zu senden: „And that’s just in this world, because in the virtual worlds Sean helped create, he is also being mourned by countless competitors, collaborators and gamers, who shared his passion.“

von Gabi Schlag

Mittlerweile ist es ruhig geworden um Pussy Riot – hier und da noch ein Artikel über die Degeneration des russischen Rechtsstaates, der Kritiker zu langjährigen Haftstrafen verurteilt und zur Besserung ins Arbeitslager schickt (FAZ, 6.9.2012).Dabei sind die Aktionen von Pussy Riot ein Paradebeispiel für die politische Ambivalenz von Kunst.

von Philipp Offermann

Die Bundesrepublik Deutschland tut sich traditionell ja immer etwas schwer mit ihrem Verhältnis zum Militärischen. Das ist auch gut so, denn das war nicht immer so: So läßt sich vielleicht die gebrochene Haltung der deutschen Öffentlichkeit gegenüber der Bundeswehr und ihren Aktivitäten auf den Punkt bringen. Daran konnten bisher auch die Bücher der heimkehrenden Soldaten nichts ändern, die an einem schönen Tag zu sterben aus der Endstation Kabul vom Knurren der Panzer im Frühling zu berichten wissen.

Popkulturexport als Soft Power Strategie

von Martin Schmetz

Wer in Deutschland an Korea denkt, dem fällt wahrscheinlich Samsung ein, Hyundai oder Kia. Danach aber wird die Luft dünn. Fragt man in Asien, fallen die Antworten anders aus: Girls Generation, TVXQ, Wonder Girls, Kara, Big Bang, Super Junior und 2NE1. Winter Sonata, Endless Love, Secret Garden, Boys Over Flowers oder Daejanggeum. Korea exportiert in Asien extrem erfolgreich Popkultur und fördert dies gezielt als strategische Ressource.

von Andrea Jonjic

Auch wir waren bei der re:publica in Berlin, die vom 2-4 Mai stattfand. Das Themenspektrum war breit gefächert, es ging um Urheberrechte, Netzneutralität, safe spaces (caring spaces) für Aktivisten, aber auch Trolle, Spam und Hackerbrause. Fotos kann man sich hier ansehen, in den nächsten Tagen sollen auch Videos von vielen der über 200 Vorträge hier online gestellt werden. Besonders spannend für uns war das Panel „Wissenschaftliches Bloggen in Deutschland“. Verschiedenste Blog-Formate wurden dort vorgestellt und es wurde diskutiert, was die Probleme der deutschen „Blogosphäre“ sind. Wir merkten: Wir sind nicht allein.

von Gabi Schlag

Sicherheitskultur ist immer auch Medienkultur, deren Aufmerksamkeit für gewaltsame Konflikte oftmals Konjunkturzyklen folgt. Je grausamer die Bilder und je prominenter die Kritiker, desto eher berichten Zeitungen und Fernsehsender über Bürgerkriege in Afrika, Aufstände in der arabischen Welt oder Katastrophen in Asien.  Das Nachrichtenmonopol der klassischen Medien Print und TV ist jedoch seit geraumer Zeit im Wanken.

Wie die US-Entertainment-Industrie über Botschaften ihre Interessen durchsetzt

von Martin Schmetz

Es ist allgemein bekannt, dass Botschaften als Repräsentanten ihrer jeweiligen Länder nicht nur politische sondern auch handfeste ökonomische Interessen vertreten. Die US-Entertainment-Industrie zeichnete sich hierbei in der Vergangenheit durch besondere Aktivität auf internationaler Ebene aus (es sei hier nur auf ACTA verwiesen). WikiLeaks macht es nun möglich, den Umfang dieser Lobbyarbeit nachzuvollziehen.

Scroll To Top