Latest Posts Under: Sicherheitskultur

von Gabi Schlag

Des Öfteren haben wir uns in diesem blog bereits mit der Frage auseinandergesetzt, wie Bilder internationale Politik beeinflussen. Zur Abwechslung mal Werbung in eigener Sache: Im European Journal of International Relations ist vor wenigen Wochen ein Beitrag von Axel Heck und mir (Gabi Schlag) online first erschienen, der den Versuch unternimmt, Bilder für die Analyse internationaler Politik fruchtbar zu machen.

von Martin Schmetz

Die Bombe platzte in der New York Times (Link): Eine wohl platzierte, anonyme Quelle im Weißen Haus bestätigte, dass die USA und Israel hinter Stuxnet steckten. Aber war dieser Leak nur ein weiterer Scoop der NYT oder eine bewusst lancierte Meldung, wie etwa John McCain dem weißen Haus vorwarf? Über die Verkaufszahlen des Buchs zum gleichen Thema muss sich NYT-Redakteur David E. Sanger jedenfalls keine Sorgen mehr machen.

An dieser Stelle zum Wochenausklang eine kleine, aber feine Würdigung: Happy Birthday, Duck of Minerva! Vor (fast) genau sieben Jahren startete eine Gruppe amerikanischer IBler um Dan Nexon und Patrick T. Jackson den gleichnamigen Gruppenblog, der mittlerweile bei vielen von uns zur regelmäßigen Lektüre geworden ist.

Was aber macht die DoM zu einem so lesenswerten Blog? Das ist schlecht zu beschreiben und besser zu erfahren durch die Blog-Lektüre selber,

filmAm Rande der Tagung „Der verunsicherte Staat“ hatten wir die Möglichkeit, mit Myriam Dunn Cavelty zu sprechen, einer führenden Expertin der Internationalen Beziehungen zum Thema der cyber security.

Zuerst baten wir um eine Einschätzung zum sehr ambivalenten Begriff des cyber war: Hat es einen solchen Krieg überhaupt schon mal gegeben, oder ist das nicht eher etwas, was in Zukunft eintreten könnte?

von Stefan Engert

Am letzten Freitag ist die zweite Jahreskonferenz des Forschungsprojekts „Sicherheitskultur im Wandel“ erfolgreich zu Ende gegangen. Diesmal standen die Folgen des Wandels von Sicherheitskultur im Mittelpunkt, also die Frage, welche Auswirkungen die gestiegenen und immer weiter diversifizierten Ansprüche der Staatsbürger nach „mehr Sicherheit“ auf den Staat, also die Regierung und die Administration, in Zeiten der Globalisierung haben. Ist der Staat mit der Aufgabe, alle vor jedem erdenklichen Risiko zu schützen, überfordert? Ist das überhaupt seine Aufgabe bzw. geht sie wirklich so weit? Wie könnte eine effektive, aber immer noch legitime und transparente Neugestaltung der Sicherheitspolitik aussehen?

von Gabi Schlag und Philipp Offermann

Es geht doch nichts über gute Vorsorge. Auch unsere Universitätsleitung in Frankfurt ist angesichts der nahenden Blockuppy-Horden um das Wohl der ihr anvertrauten MitarbeiterInnen und Studierenden besorgt. Soeben erreichte uns ein Schreiben mit folgender zentralen Botschaft: „Auf dringendes Anraten der Behörden hin sieht sich das Präsidium deshalb gezwungen, vom 17. bis 20. Mai die Universitätsgebäude geschlossen zu halten. Leider ist es anders nicht möglich, lhren Schutz zu gewährleisten, nachdem gewaltsame Ausschreitungen im Stadtgebiet nicht auszuschließen sind.“

von Andrea Jonjic

Auch wir waren bei der re:publica in Berlin, die vom 2-4 Mai stattfand. Das Themenspektrum war breit gefächert, es ging um Urheberrechte, Netzneutralität, safe spaces (caring spaces) für Aktivisten, aber auch Trolle, Spam und Hackerbrause. Fotos kann man sich hier ansehen, in den nächsten Tagen sollen auch Videos von vielen der über 200 Vorträge hier online gestellt werden. Besonders spannend für uns war das Panel „Wissenschaftliches Bloggen in Deutschland“. Verschiedenste Blog-Formate wurden dort vorgestellt und es wurde diskutiert, was die Probleme der deutschen „Blogosphäre“ sind. Wir merkten: Wir sind nicht allein.

von Georgios Kolliarakis

„Es geht darum, wie der Schutz der Bürgerinnen und Bürger erhöht werden kann vor Risiken, wie vor technischen Großunfällen, Extremwettereignissen sowie internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität“, so Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung anlässlich der Eröffnung des Innovationsforums „Zivile Sicherheit„.

Gestern war in der Sendung kulturzeit auf 3sat ein interessanter Bericht zu sehen über einen Dokumentarfilm: Forbidden Voices.

Dieser Film der Regiseurin Barbara Miller porträtiert drei Frauen, die in Blogs gegen die Unmenschlichkeit und Ungerechtigleit ihrer politischen Herrscher anschreiben. Mehr Informationen gibts hier.

von Philipp Offermann

Mit diesem Slogan ließe sich heute keine Politik mehr machen, würde ich denken. Zu Zeiten des Kosovo-Krieges war diese Forderung von Wiglaf Droste in der taz wenigstens noch einen Aufreger wert. Internationale politische Verwerfungen gab es bis heute eher nicht, und auch die NATO hat sich nicht zu einer Intervention hinreißen lassen. In Deutschland stritt das Feuilleton über die Grenzen des satirischen Geschmacks, und damit war wohl auch alles erreicht, was es zu erreichen galt.

von Gabi Schlag

Sicherheitskultur ist immer auch Medienkultur, deren Aufmerksamkeit für gewaltsame Konflikte oftmals Konjunkturzyklen folgt. Je grausamer die Bilder und je prominenter die Kritiker, desto eher berichten Zeitungen und Fernsehsender über Bürgerkriege in Afrika, Aufstände in der arabischen Welt oder Katastrophen in Asien.  Das Nachrichtenmonopol der klassischen Medien Print und TV ist jedoch seit geraumer Zeit im Wanken.

Vielleicht hat die eine oder andere es schon bemerkt in den letzten Tagen: Der Sicherheitspolitik-Blog ist deutlich angewachsen. Denn ab sofort sind wir auch offiziell die (Blog-)Plattform des Sicherheitskultur-Projekts. Damit sind nicht nur die gesamten Bestände des Sicherheitskultur-Blogs hier archiviert (Kategorie Sicherheitskultur). Auch die laufenden Beiträge aus dem Forschungsprojekt werden ab sofort hier eingestellt. Damit endet auch offiziell der WikiLeaks-Schwerpunkt, mit dem wir im Oktober letzten Jahres gestartet waren, wobei uns das Thema Leaking und Cyber Security allgemein sicher noch weiter begleiten wird…

Die „Responsibility to Protect“ sei durch die internationale Intervention in Libyen schwer beschädigt, ja sogar tot, so das Argument einiger – doch, so der Tenor dieses Beitrags, war sie nur scheintot und ist auf verschiedenen Ebenen lebendig.

von Philipp Offermann

Soeben ist ein neues Internetangebot für Blogs in den (deutschen) Sozialwissenschaften gestartet: de.hypotheses.org ist er deutsche Ableger des ungemein erfolgreichen hypotheses.org aus Frankreich, welches die dortige Bloglandschaft im wissenschaftlichen Bereich bündelt. Zum Start hatte das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) zu einer Tagung geladen, auf der viele Aspekte des wissenschaftlichen Bloggens thematisiert wurden.

… sofern er sie überlebt. Die Natur kennt keine Katastrophen. (Max Frisch)

Von Gabi Schlag

Mit diesem Verhältnis von Natur und Kultur im Kontext von Katastrophenerfahrungen hat sich eine Internationale Konferenz vom 1.-3. März 2012 an der Universität Heidelberg beschäftigt. Unter dem Titel „Imaging Disaster“ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften, der Kunstgeschichte, Japanologie, Soziologie und Politikwissenschaft über die Bedeutung von Katastrophenbildern diskutiert: über die Darstellung von Katastrophen in der europäischen Kirchenkunst und in der zeitgenössischen Kunst in Bangladesch, buddhistische Tempelbilder in Thailand, die Malerei des 18. Jahrhunderts in Europa, aber auch über Postkartenansichten des überfluteten Paris 1910 oder des Erdbebens in Japan 1923, Visualisierung von Szenarien des Klimawandels, politischen Cartoons und Medienberichte über Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert.

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