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Im Februar 2013 besuchten wir in München die RKB13-Tagung („Rezensieren – Kommentieren – Bloggen“) und berichteten über die eher skeptische Haltung der anwesenden Geisteswissenschaftler_innen gegenüber Blogs, Open Access, ja dem Internet im Allgemeinen.

Dieses Jahr soll nun mit der #RKB15 („(Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data“) eine Neuauflage der Tagung stattfinden, die sich erneut mit dem „Stand des Digitalen“ in den Geisteswissenschaften auseinandersetzt. Am 08. und 09. Oktober lädt die Bayerische Staats­bibliothek gemeinsam mit den Partnern des Projekts Osteuropa-Dokumente Online (OstDok) ein um über digitales Publizieren in Ost und West zu diskutieren, über Open Science, Open Access und die Harmonisierung des Urheberrechts. Vorab werden zum Warmdiskutieren auf dem RKB-Blog Statements der Redner_innen veröffentlicht, hier darf auch kommentiert werden. Wir werden es wahrscheinlich nicht zur Tagung schaffen, wünschen aber allen ein frohes (und hoffentlich weniger skeptisches) Diskutieren!

Von Andrea Jonjic, Philipp Offermann, Martin Schmetz und Thorsten Thiel

Das Internet ist ja per definitionem ein eher unordentlicher Ort. Das finden alle genau dann gut, wenn sich 14jährige Mädchen in Pakistan dadurch ausdrücken und emanzipieren können (auch wenn sich hinter einer solchen internet persona gerne mal ein alter weißer Mann verbirgt). Eher schlecht findet man es dagegen, wenn sich auch Fundamentalisten jeglicher couleur diese Freiheit im Netz zunutze machen. Da wollen die Innen- und Familienminister dieser Welt gleich regulieren, überwachen und strafen, doch… siehe oben. Zwischen diesen beiden Extrempolen pendeln sich die meisten Debatten über das Für und Wider der Internetnutzung ein. Auch in der Geisteswissenschaft – und dies hieß im konkreten Fall überwiegend: der Geschichtswissenschaft, wie wir auf einer Tagung in München feststellen konnten.

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